Die Achtung der eigenen Hochsensibilität führt zu mehr Eigenverantwortung Selbstliebe und Selbstakzeptanz

Die Achtung der eigenen Hochsensibilität

Die Wirkung von Klopfakupressur bei hochsensiblen Menschen

Hochsensibilität Wohlbefinden Klopfakupressur
Monika Richrath, Coach für Klopfakupressur, selbst hochsensibel und voller Lebensfreude und Energie mit ihrem Seminar in Wien!

Ein Interview mit Monika Richrath, Coach für Klopfakupressur, Schwerpunkt Hochsensibilität

Liebe Monika! Wie schön, dass du mit deinem Seminar  “Besser umgehen mit Hochsensibilität” nun auch nach Wien kommst. Was genau erwartet die TeilnehmerInnen?

Vielen Dank Katharina! Es gibt drei verschiedene “Säulen”: Zum einen geht es darum, was Hochsensibilität für die einzelnen TeilnehmerInnen bedeutet, welches ihre größten Belastungen im Alltag sind (denn diese sind ja bei jedem verschieden). Eng damit verknüpft ist auch die Vermittlung von Basiswissen über Stress und was er im Körper bewirkt.

Als nächstes geht es darum, die Klopfakupressur “von der Pike auf” zu lernen. Die Technik an sich ist sehr einfach, aber beim Drumherum kann doch allerhand falsch machen … Gerade bei hochsensiblen Menschen gilt, dass weniger mehr ist …  Und zu guter Letzt geht es natürlich darum: Wie kann ich die Klopfakupressur auf mein persönliches Erleben der Hochsensibilität anwenden, um möglichst schnell Verbesserungen in meinem Leben zu erzielen?

Wenn man die Klopfakupressur bei sich anwendet – was bewirkt diese Methode prinzipiell im Körper?

Auf der Oberfläche der Haut sitzen sogenannte Mechanorezeptoren, die empfindlich reagieren auf Dehnung, Druck, Berührung und Vibration. Diese Rezeptoren nehmen den Berührungsimpuls auf, wandeln ihn um in einen elektrischen Reiz, der an das zentrale Nervensystem gesandt wird. Dort werden dann Informationsbotenstoffe ausgeschüttet, die Neurotransmitter, wie z. B. Serotonin, was bewirkt, dass man sich sofort besser fühlt. Beim Klopfen werden Akupunkturpunkte verwendet, die besonders eng verknüpft sind mit dem limbischen Gehirn (wo die Erlebnisverarbeitung stattfindet) und dem präfrontalen Kortex. Durch das Klopfen kann man also die Erlebnisverarbeitung im Gehirn beeinflussen, d. h. Blockaden und Emotionen auflösen, Betrachtungsweisen ändern, Glaubenssätze auflösen, sofortigen Stress lindern, körperliche Beschwerden auflösen … und vor allen Dingen man kann sein chronisch erhöhtes Stresslevel wieder auf ein Normalmaß bringen.

Und worauf müssen hochsensible Menschen besonders achten?

Grundsätzlich hat die Klopfakupressur wirklich ein riesengroßes, lebensveränderndes Potential. Für hochsensible Menschen ist besonders wichtig, dass die Klopfakupressur ganz automatisch zu mehr Selbstliebe und Selbstakzeptanz führt – daran hapert es bei vielen HSP. Ich habe schon ganz viel ausprobiert, aber bislang noch keine vergleichbare Methode gefunden, die mich auf so unaufgeregte Weise direkt zu mir selbst zurückgeführt hat: “Wer bin ich eigentlich?“, “Was will ich?”, “Was brauche ich?”

Aber diese Veränderungen brauchen Zeit, in uns und unserem Leben anzukommen. Darum ist es wichtig, es bei aller Begeisterung mit dem Klopfen nicht zu übertreiben. Ich höre immer wieder, dass Menschen so begeistert sind von der Wirkung der Klopfakupressur, dass sie ganz viel klopfen und dauernd neue Themen. Das ist total kontraproduktiv. Man darf nicht vergessen, dass es sich bei der Klopfakupressur um eine sehr intensive Form der Körperarbeit handelt, auch wenn sie so harmlos daher kommt. Vor allen Dingen als hochsensibler Mensch nicht. Deshalb ist mein Ansatz für hochsensible Menschen total minimalistisch.

Selbstliebe und Selbstakzeptanz sind essentiell, um aus dem Opfer-Retter-Täter-Karussell auszusteigen und tatsächlich “erwachsen” zu sein und das eigenen Leben selbst-verantwortlich zu leben und zu er-schaffen. Wie sah dein Weg dorthin aus?

Sehr spannende Frage, liebe Katharina. Es war ein sehr langer, steiniger Weg. Bis Mitte 40 war ich ein total unglücklicher Mensch, sehr depressiv und eine soziale Katastrophe. Mir ist erst vor kurzem klar geworden, dass ich vermutlich an einer Sozialphobie gelitten habe, ich hatte vor anderen Menschen Angst und war so schüchtern, dass ich fremden Menschen nicht in die Augen sehen konnte. Ich war mehr als 20 Jahre lang in psychotherapeutischer Behandlung – was sicher seinen Sinn hatte – aber nicht viel bewirkt hat. Die Veränderungen haben erst eingesetzt, als ich begonnen habe zu klopfen. Und so habe ich in relativ kurzer Zeit herausgefunden, dass in mir eigentlich ein ganz fröhlicher, optimistischer Mensch steckt. Es erscheint mir oft fast immer noch wie ein Wunder, dass ich heute Seminare geben kann, und dabei fremden Menschen ins Gesicht sehen kann und sprechen und dabei auch noch Spaß habe …

Die Erkenntnis, hochsensibel zu sein hat mir natürlich auch sehr weitergeholfen. Es hat allerdings eine lange Zeit gedauert, bis ich wirklich verstanden habe, dass es einfach nichts bringt, sich als hochsensibler Mensch an anderen zu orientieren, dass ich meinen ganz ureigenen Weg finden muss. Und dazu gehört eben, das Leben an der Hochsensibilität auszurichten, nicht umgekehrt.

Liebe Monika, du bist ja in Bonn zu Hause. Was führt dich nach Wien?

Meine älteste Schwester ist vor vielen Jahren der Liebe wegen nach Wien gezogen, so dass ich Wien in der Vergangenheit schon schätzen und lieben gelernt habe. Ich habe schon lange davon geträumt, ein Seminar in Wien zu geben.

Wenn ich als Teilnehmerin deinen Workshop besuche und danach noch weiter mit dir arbeiten möchte, ist das möglich? Und wenn ja, wie?

Das ist gar kein Problem, online geht das supergut, notfalls sogar über das Telefon, aber natürlich finde ich es besser, wenn wir uns sehen können. Die Entfernung spielt interessanterweise überhaupt keine Rolle, ich schwinge genauso mit, wie wenn ich neben dir säße.

Ich biete allerdings seit kurzem keine Einzelsitzungen mehr an, sondern nur noch Pakete von 3 oder 7 Sitzungen. Es hat sich einfach gezeigt, dass eine Sitzung nicht ausreicht, dass mehr Motivation und Unterstützung von meiner Seite aus notwendig ist. Die KlientInnen profitieren davon selbst ungemein, z. B. indem sie insgesamt viel schneller vorwärts kommen als alleine. Für sich selbst ist man oft ja ein bißchen blind. Und natürlich sorge ich dann auch dafür, dass sie ihren Prozess insgesamt viel mehr im Blick haben, das betrifft sowohl den Weg als auch die Veränderungen unterwegs.

Kann ich nach dem Workshop das bei dir Gelernte auch bei meinem Partner/meiner Partnerin und meinen Kindern anwenden?

Man kann theoretisch andere beklopfen, natürlich. Ich arbeite so aber überhaupt nicht. Mir ist es sehr wichtig, andere Menschen dabei zu unterstützen in eine Selbstermächtigung zu kommen, verständlich zu machen, wie leicht es ist, sich selbst zu helfen. Denn das wirklich Tolle am Klopfen ist ja, dass man auf ganz sanfte und unaufgeregte Weise zu sich selbst zurückgeführt wird. Daher erscheint es mir befremdlich, die Klopfakupressur nur auf eine passive Art und Weise zu verwenden. Kinder (auch wenn sie noch ziemlich klein sind) können durchaus selbst klopfen und wenn der Partner oder die Partnerin Interesse haben, wäre es dann wohl am besten, sie klopfen bei sich selbst.

Möchtest du hier noch etwas sagen, das dir in Bezug auf Hochsensibilität am Herzen liegt?

Vielen Dank, Katharina. Früher war ich immer nur überfordert und gestresst, aber heute halte ich meine Hochsensibilität wirklich für einen Glücksfall und eine Bereicherung. Aber da muss man natürlich erstmal hinkommen. Ich glaube aber, dass jeder von uns das Potential hat, sich um 180° zu drehen und anders zu leben, mit mehr Selbstliebe und Selbstachtung und vor allen Dingen Achtung vor der eigenen Hochsensibilität! Wenn einem das gelingt, dann hat man schon viel erreicht im Leben!

Ich danke dir ganz herzlich für das Interview.

Ich danke dir, liebe Monika, und wünsche dir  viel Erfolg bei deinem ersten Seminar in Wien!

INFOS zum Seminar von Monika in Wien:
20.5.-21.5.2017
1040 Wien, Brucknerstraße 4/3
Öffis: Station Karlsplatz

Anmeldung: https://app1.edoobox.com/eftloesu/Seminare/Seminar.ed.171147?edref=eftloesu

 

Infos zu Monika:

Monika Richrath, Coach für Klopfakupressur

http.//www.eft-fuer-hochsensible-menschen.de

Mail: eftloesung@gmail.com

Tel: 0049/228/710 127 57