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Ein starkes und hochsensibles Team: Mein inneres Kind und ich (Teil 1)

Mein inneres Kind und ich: Liebe auf den ersten Blick

Als ich im Jänner 2014 meine Ausbildung zur zertifizierten Kinesiologin begann, tat ich es, weil ich mich persönlich weiter entwickeln wollte. Noch am Abschlusstag ein Jahr später habe ich gesagt, dass ich auf keinen Fall vorhabe, mich selbständig zu machen. (Dazu mehr in Teil 2!)

Im Sommer bekamen wir dann von Herbert Mikisch, Leiter von AMATÉ, die Aufgabe, beim nächsten Ausbildungswochenende „Erwachsen und Sein“ eine Puppe mitzubringen, die uns entspricht. Das ganze Wochenende würden wir uns mit unserem inneren Kind und den Aspekten im Erwachsenenleben beschäftigen.

Eine Puppe zu finden, die mir entspricht, „entpuppte“ sich dann als schier unlösbare Aufgabe. Ich war wochenlang in den Spielzeuggeschäften in Wien unterwegs und habe auch online viel geschaut. Das einzige, was mir gefallen hat, waren Stoffpuppen. Doch entweder hatten sie keine roten Haare, blaue Augen und Sommersprossen oder das Gewand entsprach mir nicht oder der Geruch bzw. die Textur luden mich nicht zum Kuscheln ein. Irgendwann beschloss ich dann in meiner Verzweiflung, so eine Innere-Kind-Puppe nach meinen eigenen Vorstellungen selbst zu gestalten.

Vorbereitung: Was will ich? Was brauche ich? Wie tue ich?

Ich habe im Internet viel recherchiert und wusste dann, ich möchte eine Schlenkerpuppe. Auf etlichen Seiten habe ich mir dann zusammengesucht, was ich brauchte und mir eine eigene Anleitung zusammengestellt, eine Einkaufsliste gemacht und nach und nach alles besorgt:

Einen Stoff für den Puppenkörper und –kopf, Bio-Schafwolle zum Ausstopfen und Wolle für die Haare. Das erwies sich dann noch mal spannend, denn Haare mit meinem Farbton als Wolle zu bekommen war recht langwierig, doch letztendlich habe ich auch diese gefunden. Noch dazu genau in meiner Haarfarbe, die ich als Kind hatte. Meine Freude war groß! Nun konnte ich beginnen, mein Inneres Kind entstehen zu lassen.

Mein inneres Kind entstehen lassen

Nach vielen Versuchen und auch einigen Rückschlägen nahm mein inneres Kind mehr und mehr Gestalt an: Ich nähte Körper, Beine, Arme, formte einen Kopf, füllte alles mit der duftenden Bio-Schafwolle. Noch hatte ich keine richtige Beziehung geknüpft, doch mich erfüllte schon eine gewisse Spannung und Vorfreude – ich wusste, ich war am richtigen Weg. Als ich dann begann, die Haare einzeln einzufädeln – ein Prozess, der Stunden über Stunden dauerte, da begann auch in mir etwas zu wachsen, eine Verbindung, die mit jedem Haar, das ich einfädelte, stärker wurde.

Tiefes Berührtsein

Nach über 40 Stunden Arbeit war es endlich soweit! Ich war überglücklich, als ich sie fertig in meinen Armen hielt. Was für eine Geburt! Sie war da – meine Puppe! Mein inneres Kind! Mein Kathrinchen. Ich war innerlich so sehr berührt und so glücklich und beglückt wie schon sehr sehr lange nicht mehr. Es war ein Gefühl, für das ich auch jetzt noch keine Worte habe: eine Art Nach-Hause-Kommen, ein Ankommen, ein Gefühl des Vervollständigt-Seins, ein Gefühl davon, was Selbst-Liebe und Selbst-Akzeptanz wirklich bedeuten könnten…

Was ich mit meinem Kathrinchen alles erlebte (bzw. zuerst nicht erlebte), schildere ich dir im nächsten Blog-Beitrag! (Hier klicken.)

Du möchtest auch so eine Puppe? Dann:
*) gestalte dir selbst deine Puppe, so wie ich es oben beschrieben habe oder
*) komm zum nächsten Do-it-yourself-Workshop in Wien oder
*) du lässt mich deine Puppe für dich individuell anfertigen.